FAQ
Aus Photovoltaik Wiki
[bearbeiten] Warum sollte ich für eine Photovoltaikanlage Geld investieren?
- Eine Solaranlage erwirtschaftet jede Menge Ertrag für Ihr eingesetztes Geld.
- Ihre Steuerlast wird gesenkt, und Sie können die erheblichen Einspeiseförderungen nutzen.
- Sie persönlich mindern die Kohlendioxidbelastung (CO2) gleich „tonnenweise“.
- Ein Solarstromgenerator kann unbeschränkt Strom produzieren.
Noch nach der erhöhten Einspeisevergütung in 20 Jahren können Sie den erzeugten Strom selbst nutzen und machen sich von den dann absehbaren hohen Energiekosten unabhängig.
Weiter Infos zu Steuern/Finanzen unter Steuerliche Aspekte zu PV-Anlagen
[bearbeiten] Wieviel EURO bekomme ich pro eingespeister kWh ?
Seit dem 1. Januar 2004 gilt das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Darin werden PV-Anlage bzgl. der Einspeisevergütung wie folgt behandelt:
- Die Einspreisevergütung hängt von drei Faktoren ab
- Systemgröße
- der Art und Weise wie das System auf dem Gebäude installiert ist
- Jahr der Installation
Die Einspeisevergütung ist gültig für das Installationsjahr +20 Jahre.
- Die Vergütungssätze für 2007
- Freilandanlagen
37,95 Cent pro kWh
- Dachanlagen
49,21 Cent pro kWh bis 30 kW Leistung 46,81 Cent pro kWh, Anlagenteil 30-100 kW 46,30 Cent pro kWh, Anlagenteil über 100 kW
- Fassadenanlagen
54,21 Cent pro kWh bis 30 kW Leistung 51,81 Cent pro kWh, Anlagenteil 30-100 kW 51,30 Cent pro kWh, Anlagenteil über 100 kW
Eine 10,00 KWp Solarstromanlage erwirtschaftet in Abhängigkeit der Solareinstrahlung (Standort und Ausrichtung)zwischen 8.000 kWh und 10.000 kWh im Jahr.
- Beispiel
Sie kaufen in 2007 eine Solaranlage von 120 kWp für ein Schrägdach Aufbau der Einspeisevergütung:
30 kWp zu 0,4921 € pro kWh
70 kWp zu 0,4681 € pro kWh
20 kWp zu 0,4630 € pro kWh
Ihre Einspeisevergütung (30*0,4921) + (70*0,4681) + (20*0,463) / 120 = 0,47607 € pro kWh
[bearbeiten] Soll ich meine Anlage versichern?
Wir empfehlen die Anlage gegen Elementarschäden (Sturm, Hagel etc.) zu versichern. Innerhalb der Gebäudeversicherung sind nach Absprache mit Ihrer Versicherung diese Schäden meistens gedeckt, führen aber durch die Erhöhung des Gebäudewertes zu Prämienerhöhungen Höheren Versicherungsschutz bieten Allgefahrenversicherungen, die zusätzlich Diebstahl, Blitzschlag, Überspannung, Ertragsausfall usw. absichern.
Weiteres unter: Versicherungen für Photovoltaikanlagenbetreiber
[bearbeiten] Sollte ich meine Anlage besonders gegen Blitzschlag sichern?
Jeder Wechselrichter ist durch thermische überwachte Varistoren gegen atmosphärische Störungen gesichert. Diese Varistoren lösen aus, wenn in der näheren Umgebung ein Blitz einschlägt. Gegen direkten Blitzschlag kann der Wechselrichter nur speziell abgesichert werden. Dieser Aufwand ist entsprechend der örtlichen Gegebenheiten durch den Solateur zu prüfen.
[bearbeiten] Wieviel Fläche brauche ich pro kWp?
Abhängig vom Modulwirkungsgrad benötige ich 8 bis 12 qm bei Schrägdachmontage. Für die Flachdachmontage wird die doppelte Fläche benötigt.
[bearbeiten] Wo soll der Wechselrichter montiert werden?
Der Wechselrichter sollte möglichst an einem kühlen Ort mit wenig Temperaturschwankungen installiert werden. Ideal ist ein Kellerraum bzw. kühler (weil isolierter) Dachboden. Hitze geht zu Lasten der Lebensdauer des Wechselrichters. Gerade bei der installation mehrerer WR sollte auch die Raumerwärmung durch die Abwärme der Wechselrichter mit bedacht und die Montageabstände eingehalten werden. Es ist durchaus möglich dass durch die Wechselrichter Geräusche entstehen und somit für ein Platz im Wohnbereich nicht gerade sinnvoll ist. Bei den meisten Anlagen sollte der WR näher am Zähler als an den Modulen montiert werden, da die Verluste auf der AC-Seite i.d.R. höher sind (auf der DC-Seite ist die Spannung meist höher und somit der die Leitungsverluste verursachende Strom kleiner).
[bearbeiten] Wie wird der Strom ins öffentliche Stromnetz eingespeist?
Die Zähleranlage wird um einen zusätzlichen Zähler erweitert. Ist noch ein freies Feld in der Zähleranlage vorhanden, so kann dieses in Absprache mit dem Stromversorger genutzt werden. Ansonsten wird ein zusätzlicher kleiner Zählerschrank (H=950 x B=300 mm) installiert.
[bearbeiten] Welche Unterlagen benötige ich für den Netzanschluss beim Energieversorger?
Lageplan, Übersichtsplan der Solaranlage mit Nenndaten der einzelnen Komponenten, Beschreibung der Schutzeinrichtungen mit Angabe über Art, Fabrikat, Schaltung und Funktion, Konformitätserklärung für den Wechselrichter, Angaben über Kurzschlussfestigkeit der Schaltorgane. Zählerantrag und Errichterbescheinigung Alle erforderlichen Unterlagen sollten vom Solateur erstellt, zusammengetragen und bei der Inbetriebnahme mit den erforderlichen Messprotokollen übergeben werden.
[bearbeiten] Mit wieviel Phasen wird ins Netz eingespeist?
Ein Netzeinspeiser/Wechselrichter kann bis zu einer Leistung von 5 kW (4,6 kVA +10% für Deutschland) nur einphasig einspeisen. Spätestens ab einer Leistung von 5 kW muss eine mehrphasige Einspeisung erfolgen. Die Gesamtunsymmetrie darf 5 kW nicht überschreiten.
[bearbeiten] Wie funktioniert die automatische Trennung vom Netz, wenn der Stromversorger sein Netz unterbricht?
Es ist eine automatische Einrichtung in den Wechelrichtern integriert. Durch das sogenannte ENS System wird die Einspeisung innerhalb kürzester Zeit unterbrochen, wenn das Netz abgeschaltet wird. Der Wechselrichter hat weniger Leistung als mein Solargenerator. Wieso? Die Leistung des Solargenerators ist von der Einstrahlung abhängig. Da aber ein Großteil des Ertrages bei kleinen Leistungen anfällt, macht es keinen Sinn, die Anlage auf die selten erreichte Spitzenleistung auszulegen. Eine Faustregel ist: Die Eingangsleistung des Wechselrichters soll min. 80-85% der Spitzenleistung (Wp) des Generators sein.
[bearbeiten] Wozu benötigt man ein Anlagenüberwachung?
Mit der Anlagenüberwachung auch Datenlogger genannt werden alle Komponenten der PV-Anlage auf fehlerfreie Funktion überwacht und alle relevanten Leistungsdaten aufgezeichnet. Im Fehlerfall wird man schnell per Mail oder SMS infomiert. Durch die Aufzeichnung der Leistungsdaten kann man schnell feststellen, ob es keine Teildefekte z.B. der PV-Module vorliegen. Eine vernünftige Anlagenüberwachung schütz vor unbemerkten Ausfällen und Leistungsrückgängen und sichert somit die Erträge der Anlage.
[bearbeiten] Was heißt eigentlich Photovoltaik?
Photovoltaik ist Photonenenergie der Sonne (Photon) und Spannung die erzeugt wird (Voltaik). Das heißt Sonnenenergie wird in elektrische Spannung umgewandelt. Silizium ist der Hauptbestandteil einer Solarzelle und wird aus Sand geschmolzen, der unbegrenzt verfügbar ist. Silizium leitet nur bei Sonneneinstrahlung. Eine Solarzelle wird an der Oberseite mit Phosphor besprüht und an der Unterseite mit Bor. Die Oberseite hat 5 Elektronen und die Unterseite 3 Elektronen. Die Elektronen versuchen ein Gleichgewicht zu erzielen (je 4 Elektronen). Da Silizium 4 Elektronen hat, dient es als Transportmedium (Halbleiter)
[bearbeiten] Was sind Monokristalline Module?
Monokristalline Zellen haben zurzeit von allen Photovoltaik-Modulen den höchsten Wirkungsgrad. (bis 17,5 %, im Labor bereits bis zu 25 %) und einer Lebensdauer von mind. 30 Jahren. Wie der Name schon verrät, besteht die Zelle aus einem einzigen Kristall: Aufgrund der exakt gleichen Ausrichtung der Kristallstruktur in eine Richtung, wird dieser hohe Wirkungsgrad erzielt. Dies bedeutet allerdings auch einen extrem hohen Aufwand in der Fertigung, weshalb die Zellen mit Abstand am teuersten sind.
[bearbeiten] Was sind Polykristalline Module?
Polykristalline oder auch Multikristalline Module haben zurzeit das beste Preis/ Leistungsverhältnis. Das heißt der Preis Pro KWp ist am günstigsten. Das liegt an den günstigeren Herstellungsverfahren. Halbleiterreines Silizium wird im Unterdruckbereich unter Schutzglas aufgeschmolzen und in sogenannten Kokillen gegossen, in denen es unter Temperaturzuführung gerichtet erstarrt. Die Multi- kristalline Blöcke werden mit feinsten Sägen zu Säulen mit quadratischer Zellen-Grundfläche weiter- verarbeitet. Die Säulen werden mit Innenlochsägen in multikristalline Silizium-Scheiben mit einer Stärke von 0,45 mm zerteilt und gereinigt. Dieses Zwischenprodukt wird auch als Wafer bezeichnet.
[bearbeiten] Was ist Matching?
Die Module können nur mit einer Fertigungstoleranz von +/- 5% produziert werden. Matching bedeutet das richtige Vorsortieren der Module nach tatsächlicher Leistung. Über die Identifikation der Seriennummer und Leistungszuordnung kann dann eine genaue Aufteilung innerhalb der Strang- verkabelung erfolgen. Hierdurch wird der Gesamtertrag der Anlage gesteigert.
[bearbeiten] Was bedeutet Wpeak / kWp / Wp / Peak
Peak= Spitzenleistung. Die Leistung, die das Modul unter STC abgibt. Die Angabe erfolgt meist in Wp (Watt peak) 1.000 Wp = 1 kWp
[bearbeiten] Was bedeutet Leistungstoleranz?
Sie gibt die max. Abweichung von der Nennleistung an. Die Modulhersteller geben diese mit 2,5 %; 5% und auch mit 10% an.
[bearbeiten] Was bedeutet Leistungsgarantie?
Sie gibt die max. zulässige Abweichung von der Nennleistung nach Ablauf von 10, 20 oder auch 25 Betriebsjahren an.
[bearbeiten] Was bedeutet Modulwirkungsgrad?
Gibt das Verhältnis von abgegebener Leistung zur eingestrahlten Leistung eines Solarmoduls bezogen auf die Modulfläche an.
[bearbeiten] Was bedeutet STC?
STC= Standard-Test-Bedingungen. Damit ein Leistungsvergleich verschiedener Solarmodule miteinander erfolgen kann, werden einheitliche Testbedingungen verwendet. Einstrahlung 1000W/m²; Temperatur 25 Grad Celsius und AM 1,5 (AM=Air Mass; die Angabe beziffert die Dicke der Lufthülle am Äquator beträgt die Luftmasse AM=1. In Europa ca. 1,5) Die Empfindlichkeit der Solarzelle ändert sich mit der spektralen Zusammensetzung des Lichtes.
[bearbeiten] Was bedeutet Betriebsspannung / Mpp-Spannung?
Sie gibt den Spannungswert an, bei dem unter STC die größte Leistung abgegeben werden kann. Der Punkt maximaler Leistung eines Moduls wird Mpp-Punkt genannt. (Maximum Power Point)
[bearbeiten] Was bedeutet IEC 61215 + IEC 61646?
Wurde ein Solarmodul nach IEC 61215 (Kristallin) bzw. IEC 61646 (Dünnfilm) zertifiziert, so ist dies ein Qualitätsmerkmal hinsichtlich mechanischer Stabilität und Einhaltung der elektrischen Parameter.






