Nachgeführte Anlagen
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Unter "Nachführung" oder "Tracking" versteht man das dynamische Ausrichten der Module oder Kollektoren auf den Sonnenstand, bzw. nach dem Sonnenverlauf. Meist werden PV-Anlagen nachgeführt, aber auch mit thermischen Solarsystemen kann es Sinn machen, jedoch ist da eine akkurate Führung der Leitungen wichtig.
Eine Nachführung macht fast immer Sinn, da ein Mehrertrag erzielt wird. Eine Verwendung möglichst "effizienter" Module ist dabei wichtig, denn der zur Montage der Module zur Verfügung stehende Platz kostet deutlich mehr als eine einfache fixe Aufständerung oder eine dachparallele Montage. Wieviel man an Ertrag mehr realisiert, ist abhängig vom Trackertyp, Modultyp, der geographischen Lage und natürlich vom Mikroklima. Werte von 25 bis 50% sind realisierbar.
Auch wichtig ist der Typ der Nachführungssteuerung. Es gibt astronomisch (kalendarisch) gesteuerte Systeme, die nach einem festen Sonnenstandsplan die Motoren steuert, und solche mit Sensor. Die sensorgesteuerten fahren den Tracker zum hellsten Bereich am Himmel.
Besonders hochwertige haben beide Systeme: Eine astronomische Nachführung mit erster Priorität, und erst wenn eine gewisse Zeit der Sensor eine andere Position vorgeben will, wird diesem eine höhere Priorität zugewiesen. Damit sollte ein Optimum erreicht werden können.
Kleinere Tracker sind meist sensorgesteuert, der Vorteil ist: keine Programmierung und Zeiteinstellung erforderlich kein Akku der ersetzt werden muss einfachere Montage ...
Die mechanische Ausführung der Tracker kann über die geplante Nutzdauer ein Problem werden. Es gibt einige, die meiner Meinung nach zu "filigran" ausgeführt sind. Bei größeren Trackern (z.B. 100 qm) können z.B. über 20 Tonnen Windlast auf die Mechanik einwirken.
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